Typen


Der FIAT 500 A Topolino wurde von 1936 bis 1948 in 122.213 Exemplaren gebaut. Die meisten Fahrzeuge wurden mit Rolldach geliefert, es gab aber auch eine Variante mit geschlossenem Dach. Der Vierzylindermotor mit 566 ccm Hubraum leistete 13 PS und konnte das 530 kg leichte Fahrzeug auf 85 km/h beschleunigen. Zwei Personen plus 50 kg Gepäck fanden in dem damals kleinsten Kleinwagen der Welt Platz.

Der FIAT 500 B Topolino präsentiert sich äußerlich wenig verändert mit überarbeitetem Motor: Mit 16,5 PS erreichte der Topolino 95 km/h Geschwindigkeit bei nur 5 Litern Benzinverbrauch pro 100 km. Dieser Motor kam auch in den späteren C-Modellen zum Einsatz. 21.263 Exemplare liefen 1948 und 1949 vom Band.

Der FIAT 500 C Topolino wurde 1949 bis 1955 in 376.371 Exemplaren gebaut und war damit der größte Erfolg für FIAT. Motor und Fahrleistungen sind nahezu identisch mit denen des Typs „B"; der Zylinderkopf wurde allerdings aus Alu statt aus Grauguss gefertigt. An der Mechanik wurden kleine Änderungen vorgenommen, außerdem erhielt der Topolino serienmäßig eine Heizung und Defroster. Die Karosserie wurde dagegen komplett überarbeitet. Sie erinnert stark an amerikanische Vorbilder - allerdings bei einer Länge von 3,24 Meter eher im Maßstab 1:2.

Bild "Bilder:Fiat_500C_Giardiniera_1950_orig.jpg" Als Karosserievarianten wurden die Kombiausführungen „Giardiniera" (Holzaufbau) und „Belvedere" angeboten. Durch die Hecktür ist der Zugang zur Ladefläche wesentlich vereinfacht; bei den anderen Topolinovarianten ist der Kofferraum nur von innen zugänglich. Zudem finden im Belvedere auch vier Erwachsene Platz, was in den anderen Modellen an der fehlenden Kopffreiheit scheitert.

Bild "Bilder:Fiat_500B_Furgoncino_1949_orig.jpg"Auch ein Lieferwagen, genannt „Furgoncino", mit geschlossenen Seiten und Doppeltüren war erhältlich.

Alle Modelle waren mit Faltdach lieferbar.

Sehr beliebt waren die Topolinos als Basis für Spezialkarosserien wie Roadster, Sport- und Rennwagen. Namen wie Siata, Stanguellini, Giannini, Moretti und andere gingen in Italiens Renngeschichte ein. Technische Leckerbissen waren Doppelvergaseranlagen bis hin zum Giannini-Motor mit dreifach gelagerter Kurbelwelle im Topolinomotor, der original nur zwei Kurbelwellenlager aufweist.

Im deutschsprachigen Raum machte der Topolino Weinsberg, ein in den Karosseriewerken Weinsberg produzierter Roadster, Furore.

In Lizenz wurde der Topolino als Simca in Frankreich, von Steyr-Puch in Österreich und von 1952 bis 1955 als NSU-Fiat im Werk Heilbronn in Deutschland hergestellt. Die deutschen Versionen waren in Details verbessert und wiesen beispielsweise serienmäßig verlängerte Regenschutzleisten an den Vordertüren und eine Wassertemperaturanzeige links vom Armaturenbrett auf.

Der Topolino wurde sogar bis nach China, Australien und in die USA exportiert.
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